St. 04Die Etappen
Etappe 2: Daun bis Manderscheid durch Maarland
Die zweite Etappe führt von Daun nach Manderscheid über 18 Kilometer: Maare, Wälder, offene Höhen und der erste Blick auf die Burgen.

Die zweite Etappe des Lieserpfads führt von Daun nach Manderscheid über 18 Kilometer. Sie ist länger als die erste, aber kürzer als die dritte, und sie verbindet die Maarlandschaft der Vulkaneifel mit dem Flusstal der Lieser. Wer die Etappe am zweiten Tag geht, startet in Daun und endet in Manderscheid, dem heilklimatischen Kurort mit den zwei Burgen.
Der Weg aus Daun
Der Lieserpfad verlässt Daun nach Süden und führt zunächst durch Wälder und über Höhen. Die Lieser bleibt in der Nähe, aber der Weg weicht zeitweise vom Fluss ab, um die Höhenzüge der Vulkaneifel zu überqueren. Die ersten Kilometer sind geprägt von Waldwegen und offenen Wiesen, die Aussicht reicht weit in die Eifel.
Etwa auf halber Strecke liegt Gillenfeld, ein Ort mit einem Maar und einer Kapelle. Wer den Weg mit einer Schleife verlängert, kann das Pulvermaar mitnehmen, eines der größten Maare der Vulkaneifel. Die Schleife fügt etwa vier Kilometer hinzu und lohnt sich für alle, die die Maare nicht nur vom Weg aus sehen wollen.
Das Mittelstück durch Wälder und Höhen
Nach Gillenfeld führt der Weg weiter durch Wälder und über Höhen. Die Lieser kommt wieder in Sicht, wird breiter, und der Weg folgt ihr durch das Tal. Der Mittelteil ist der landschaftlich abwechslungsreichste Abschnitt der Etappe: Wälder wechseln mit offenen Wiesen, der Fluss wechselt zwischen engen und breiten Passagen, und die Aussicht reicht weit in die Eifel.
Etwa drei Kilometer vor Manderscheid erreicht der Weg die Lieser wieder, die sich hier tiefer ins Land geschnitten hat. Der Weg führt am Hang entlang, bietet Blicke ins Tal und bereitet auf das Ende der Etappe vor. Dieser Abschnitt ist der Übergang vom Maarland in das Tiefental, das die dritte Etappe prägt.
Die Ankunft in Manderscheid
Die letzten Kilometer führen durch Wälder und über Höhen in Richtung Manderscheid. Der Ort liegt auf etwa 400 Metern, der Weg fällt ab und erreicht den Ortsrand. Manderscheid ist ein heilklimatischer Kurort mit etwa 1500 Einwohnern, zwei Burgen und einem Marktplatz, der das Zentrum bildet.
Wer die Etappe beendet, hat 18 Kilometer hinter sich und den längsten Tag vor sich. Die Unterkünfte liegen rund um den Marktplatz und am Ortsrand, Gasthäuser und Cafés bieten die Grundversorgung. Wer den Abend noch nutzen will, kann zu den Burgen hinaufsteigen, die oberhalb des Ortes liegen und einen Blick ins Tal bieten.
Die Maare am Weg
Die Etappe führt durch das Maarland der Vulkaneifel, und die Maare sind ihre Wahrzeichen. Das Pulvermaar bei Gillenfeld ist eines der größten und tiefsten Maare der Region; wer die Schleife mitnimmt, sieht ein Wasser, das in einem fast runden Krater liegt. Die Maare entstanden durch vulkanische Explosionen, bei denen das Wasser des Untergrunds auf heißes Gestein traf. Heute sind sie Seen, umgeben von Hängen und Wäldern, und sie gehören zu den stillsten Orten des Weges.
Der Übergang vom Maarland ins Tal
Die zweite Etappe ist der Übergang von der offenen Maarlandschaft in das enge Tal, das weiter südlich beginnt. Die ersten Kilometer führen durch Wiesen und Wälder, dann wechselt der Weg in das Tal der Lieser. Die Landschaft wird enger, die Hänge steiler, und der Fluss wird lauter. Wer die Etappe geht, merkt den Übergang: die Eifel weicht dem Tal, das den Lieserpfad prägt.
Gillenfeld und das Pulvermaar
Etwa auf halber Strecke liegt Gillenfeld, ein Ort, der für sein Pulvermaar bekannt ist. Das Pulvermaar ist eines der tiefsten Maare der Eifel und liegt in einem fast geschlossenen Krater. Der Weg führt am Ortsrand vorbei, und eine Schleife zum Maar kostet etwa eine Stunde. Wer die Zeit hat, sollte sie sich nehmen: das Pulvermaar ist eines der Wasser, die man gesehen haben muss, wenn man die Vulkaneifel verstehen will.
Die Höhen zwischen den Orten
Die zweite Etappe führt über Höhen, die zwischen dem Maarland und dem Tal liegen. Der Weg steigt aus Daun auf, führt über offene Höhen und durch Wälder, dann hinab in das Tal, in dem Manderscheid liegt. Die Höhen bieten Blicke zurück auf die Maare und voraus auf das Tal. Wer die Etappe geht, sieht den Übergang der Landschaft von der Höhe aus.
Gemerkt
- 18 Kilometer von Daun nach Manderscheid, die zweite Etappe.
- Durch Maarland, Wälder und über Höhen; das Pulvermaar als Schleife möglich.
- Der Übergang vom Maarland in das Tiefental.
- Ende in Manderscheid, dem Kurort mit den zwei Burgen.


