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Das StempelbuchEin Wanderheft entlang der Lieser

St. 03Orte am Weg

Daun und die Maare: das Ende der ersten Etappe

Daun ist die Kreisstadt der Vulkaneifel und Endpunkt der ersten Etappe. Die drei Maare vor der Stadt gehören zu den Wahrzeichen der Region.

Gegangen am · P. Leyendecker, Wegereporter · gelesen von K. Daamen · 705 Wörter

Runder, ruhiger Maarsee in einer Senke, umgeben von grünen Hängen und Bäumen, ein Wanderweg führt am Ufer entlang
Eines der Dauner Maare am Nachmittag, die Uferwege führen direkt ins Stadtgebiet. Tafel: U. Berges, Tafeln des Hefts.

Die erste Etappe des Lieserpfads endet in Daun, der Kreisstadt der Vulkaneifel. Wer hier absteigt, hat 15 Kilometer hinter sich und drei Maare vor der Tür. Wer die Maare fotografieren will, findet in einem Bildheft eines Reisefotografen Anregungen für den richtigen Standort und das richtige Licht. Daun ist der logische Endpunkt des ersten Tages, weil hier Unterkünfte, Gasthäuser und der Bus zusammenkommen.

Die Stadt am Fuß der Maare

Daun liegt auf etwa 420 Metern und hat rund 8000 Einwohner. Die Stadt ist das administrative Zentrum der Vulkaneifel und die Kreisstadt des Landkreises Vulkaneifel, aber für den Wanderer zählt zunächst die Lage: die drei Dauner Maare liegen südwestlich der Stadt, in einer Senke, die sich zu einem beliebten Naherholungsgebiet entwickelt hat. Die Maare sind ehemalige Vulkankrater, die sich mit Wasser gefüllt haben. Das Gemündener Maar, das Weinfelder Maar und das Schalkenmehrener Maar liegen dicht beieinander und bilden zusammen eine Seenplatte, die zu den bekanntesten Landschaften der Eifel gehört.

Die Maare am Ende der Etappe

Wer die erste Etappe mit einer Schleife verlängert, kann die drei Maare am selben Nachmittag mitnehmen. Vom Ortsrand führen markierte Wege zu den Ufern, das Weinfelder Maar hat einen Rundweg von etwa einem Kilometer, das Schalkenmehrener Maar einen längeren. Das Gemündener Maar liegt südlich der anderen beiden und ist etwas abseits. Am Weinfelder Maar liegt eine Burgruine oberhalb des Wassers, deren Reste auf die mittelalterliche Besiedlung verweisen.

Die Maare sind nicht nur Aussichtspunkte, sondern auch Orte mit Geschichte: das Weinfelder Maar wird im Volksmund auch Totenmaar genannt, weil das Dorf Weinfeld im 16. Jahrhundert wegen der Pest verlassen wurde. Die Kapelle am Ufer erinnert daran, und das Wasser ist still, weil hier ein Dorf lag.

Daun selbst

Die Stadt hat eine Fußgängerzone mit Gasthäusern, Cafés und Läden für die Grundversorgung. Wer am Abend noch etwas vorhat, kann zum Viadukt im Stadtteil Daun gehen, einer Eisenbahnbrücke, die die Strecke der Eifelquerbahn über das Tal führt. Der Weg vom Stadtzentrum zu den Maaren dauert zu Fuß etwa 30 Minuten, wer müde ist, nimmt den Bus oder das Taxi.

Übernachten in Daun

Daun hat die zweitgrößte Auswahl an Unterkünften nach Wittlich: Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und einzelne Zimmer in Privathäusern. Wer früh bucht, findet auch in der Saison noch Zimmer in der Nähe des Stadtzentrums. Für Wanderer, die den Lieserpfad in vier Etappen gehen, ist Daun der erste Abend: die Unterkunft liegt nahe am Endpunkt, und die Maare sind am selben Abend noch erreichbar.

Die Maare als Geschichte

Die Maare sind nicht nur Seen, sondern auch Zeugnis der vulkanischen Vergangenheit der Eifel und der Grund, warum Daun eine eigene Stelle im Heft ist. Sie entstanden vor Zehntausenden von Jahren, als Wasser auf heißes Gestein traf und explodierte. Die Krater füllten sich mit Wasser, und die Maare entstanden. Heute sind sie Seen, umgeben von Hängen und Wäldern, und sie gehören zu den stillsten Orten der Region. Wer am Ufer entlanggeht, sieht ein Wasser, das fast rund ist und still liegt.

Rund um die Maare

Die Ufer der drei Maare sind mit Wegen erschlossen: Rundwege führen um das Weinfelder Maar und das Schalkenmehrener Maar, und zwischen den Seen liegen Wiesen und Wälder. Wer mehr Zeit hat, kann vom Gemündener Maar aus weiter in Richtung Schalkenmehren wandern. Die Wege sind eben und gut zu gehen, ein Kontrast zum Pfad am Morgen. Ein Steg am Weinfelder Maar führt über einen Arm des Sees, und Bänke am Ufer laden zum Sitzen ein.

Die Lage der Stadt

Daun liegt auf einer Höhe von etwa 420 Metern, in einer Mulde zwischen den Maaren und den Höhen der Vulkaneifel. Die Stadt ist das Tor zum Maarland: wer von hier aus weitergeht, sieht die Maare und die vulkanische Landschaft, die der Region ihren Namen gab. Der Weg durch die Stadt führt am Ortsrand vorbei, und die Maare liegen so nahe, dass sie zum Stadtgebiet gehören.

Der zweite Tag beginnt hier

Die zweite Etappe führt von Daun nach Manderscheid, 18 Kilometer durch offene Höhen und Wälder. Wer in Daun übernachtet, startet am Morgen mit dem Bus oder zu Fuß zurück an den Weg. Das Heft trägt die Maare als eigene Stelle ein, weil sie den Nachmittag am Ende der ersten Etappe strukturieren und das Tor zum Maarland sind, dem Teil der Eifel, der den Weg prägt.

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