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Wittlich: die Säubrennerstadt am Ende des Tals
Wittlich ist die größte Stadt am Lieserpfad und Endpunkt der dritten Etappe. Über die Altstadt, die Säubrenner-Sage und den dritten Abend.

Wittlich ist die größte Stadt am Lieserpfad und der Endpunkt der dritten Etappe. Mit etwa 20.000 Einwohnern ist sie die größte Stadt zwischen Trier und Koblenz und der Ort, an dem der Wanderer nach 23 Kilometern aus dem Tiefental kommt. Wer hier absteigt, hat die schwerste Etappe hinter sich und die größte Auswahl an Unterkünften, Gasthäusern und Geschäften vor sich.
Die Stadt und ihre Geschichte
Wittlich wurde im Mittelalter gegründet und war jahrhundertelang ein Marktflecken an der Lieser. Die Stadt wuchs im 19. Jahrhundert, als die Eisenbahn die Moselstrecke zwischen Koblenz und Trier baute und Wittlich an das Netz anschloss. Heute ist Wittlich die Kreisstadt des Landkreises Bernkastel-Wittlich, mit einer Altstadt, einem Bahnhof und einem Angebot, das für den Wanderer die bequemste Versorgung der vier Etappenorte bietet.
Die Säubrenner-Sage
Wittlich trägt den Beinamen Säubrennerstadt, der auf eine Sage zurückgeht: Die Stadt soll einst von einem Bischof mit einer Plage von Schweinen bestraft worden sein, weil die Wittlicher ihn betrogen hatten. Die Sage lebt im Stadtbild weiter: die Säubrennerkirche, Säubrenner-Brunnen und der Name des Ortes erinnern daran. Wer die Altstadt besucht, sieht die Kirche, den Marktplatz und die Fachwerkhäuser, die das Zentrum bilden.
Die Altstadt und der Marktplatz
Die Altstadt von Wittlich ist klein, aber sie ist das Zentrum. Der Marktplatz liegt im Kern, umgeben von Gasthäusern, Cafés und Läden für die Grundversorgung. Die Fachwerkhäuser rund um den Platz erinnern an die Zeit, als Wittlich ein Marktflecken war. Wer am Abend nach der dritten Etappe noch Kraft hat, findet hier den Ort, an dem die Stadt zusammenkommt.
Die Unterkünfte
Wittlich hat die größte Auswahl an Unterkünften am Lieserpfad: Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und einzelne Zimmer in Privathäusern. Wer den Lieserpfad in vier Tagen geht, schläft hier nach der dritten Etappe. Die Unterkünfte liegen rund um die Altstadt und am Ortsrand, die Auswahl ist größer als in Daun oder Manderscheid, und die Preise sind durch die Konkurrenz moderat.
Die Lieser in Wittlich
Die Lieser fließt durch Wittlich und ist hier breiter und ruhiger als im Tiefental. Die Stadt nutzt den Fluss seit Jahrhunderten: Mühlen standen am Ufer, und die Lage am Wasser machte Wittlich zu einem Marktflecken. Heute führt der Weg am Fluss entlang in die Stadt, und die Ufer sind ein ruhiger Abschnitt vor dem Endpunkt der Etappe.
Der Marktplatz und die Umgebung
Der Marktplatz ist das Zentrum, aber Wittlich hat auch eine Umgebung: die Lieserwiesen am Stadtrand, die Wälder der Umgebung und die Weinberge, die Richtung Mosel beginnen. Wer einen Tag länger bleibt, kann die Umgebung erkunden oder den Weg Richtung Lieser schon ein Stück gehen.
Die Geschichte der Säubrenner
Die Säubrenner-Sage gehört zu den bekanntesten Geschichten der Region. Sie erzählt von einer Belagerung, bei der die Bürger von Wittlich die Schweine aus der Stadt ließen, um den Feind zu täuschen. Die Sage ist alt, die Schweine am Markt sind neu, aber sie erinnern daran, dass die Stadt ihre Geschichte kennt und sie sichtbar macht. Wer den Markt besucht, sieht die Schweine und hört die Geschichte.
Die Synagoge und das Museum
Wittlich hat neben der Altstadt auch ein Museum und eine ehemalige Synagoge, die die jüdische Geschichte der Stadt dokumentiert. Die Synagoge wurde in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg genutzt und ist heute ein Ort der Erinnerung. Wer den Abend in Wittlich verbringt, kann die Synagoge besuchen oder das Museum sehen, das die Geschichte der Stadt und der Region erzählt.
Die Altstadt am Abend
Die Altstadt von Wittlich ist klein und überschaubar: Fachwerkhäuser, der Marktplatz mit den Schweinen, die Kirche und die Gassen. Wer den Abend hier verbringt, geht durch die Altstadt, trinkt in einem der Gasthäuser und sieht die Stadt im Abendlicht. Die Altstadt ist der Ort, an dem der dritte Tag endet und der Abend beginnt.
Der dritte Abend
Wer die dritte Etappe beendet, hat 23 Kilometer hinter sich und den schwersten Tag geschafft. Die Unterkunft liegt nahe am Endpunkt, und die Altstadt bietet die Möglichkeit, den Abend zu verbringen. Wer den Abend nutzen will, kann durch die Altstadt gehen, die Säubrennerkirche besuchen oder in einem der Gasthäuser einkehren. Das Heft trägt Wittlich als Stelle 09 ein, weil es der größte Ort am Weg ist und der Abend, an dem man das Schwierigste hinter sich hat und die Mosel schon spürt.


